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Unwort des Jahres 2009 "betriebsratsverseucht"
News von: Marc Hessling vom 19.01.2010
Die Dudenredaktion hat das Unwort des Jahres 2009 gekürt:
"betriebsratsverseucht"
Der "Sieger" wurde aus 982 Vorschlägen ausgewählt, teilte die Jury um Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser am 19.01.2010 in Frankfurt am Main mit. In der Pressemitteilung des Duden-Verlages heißt es dazu weiter: "Ein Mitarbeiter einer Baumarktkette habe den Begriff in der ARD genannt, berichtete der Sprecher der sprachkritischen Aktion weiter. Danach werde das Wort von Abteilungsleitern benutzt, wenn ein Mitarbeiter aus einer Filiale mit Betriebsrat in eine ohne wechseln wollte.
Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen störe zwar viele Unternehmen, sie als Seuche zu bezeichnen sei indes „ein sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen”, sagte Schlosser zur Begründung."
Ich wünsche allen Betrieben und ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Blick auf die jetzt anstehenden Betriebsratswahlen, bald auch von dieser heimtückischen Seuche befallen zu sein. vielleicht wächst sich diese Seuche ja auch noch zu einer Pandemie aus?!?
Sollten Sie sich dafür interessieren, wie Sie auch Ihren Betrieb mit dem Betriebsratsvirus verseuchen können, bin ich Ihnen bei der Verseuchung des Patienten gerne behilflich. Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie bitte vertrauensvoll Ihre Gewerkschaft oder ihren Anwalt.
Marc Hessling
Rechtsanwalt
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