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Spruch der Einigungsstelle zu Arbeitnehmerbeschwerden

News von: Marc Hessling vom 22.11.2005

Ein Spruch der betrieblichen Einigungsstelle, mit dem die Berechtigung einer Beschwerde von Arbeitnehmern festgestellt wird, verpflichtet den Arbeitgeber, geeignete Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Aus dem Spruch muss deshalb hervorgehen, welche tatsächlichen Umstände die Einigungsstelle als zu vermeidende Beeinträchtigung der Arbeitnehmer angesehen hat. Andernfalls ist der Spruch mangels hinreichender Bestimmtheit unwirksam.

Wie die Vorinstanzen hat der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts auf Antrag eines Tochterunternehmens der Deutschen Post AG die Unwirksamkeit des Spruchs einer nach § 85 Abs. 2 BetrVG gebildeten Einigungsstelle festgestellt. Diese hatte die Berechtigung der Beschwerden von sieben Bediensteten anerkannt, die eine mehrwöchige Unterbesetzung von Schalterplätzen in ihrer Filiale gerügt hatten. Dem Spruch war nicht hinreichend zu entnehmen, wegen welcher konkreten Beeinträchtigungen die Einigungsstelle die Beschwerden für berechtigt hielt.

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 22. November 2005 - 1 ABR 50/04 -

Landesarbeitsgericht Hamburg, Beschluss vom 23. Juli 2004 - 6 TaBV 3/04 -

Den Volltext der Entscheidung finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung des BAG 71/05

Themengebiet: Betriebsverfassungsrecht

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