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Praxistipp für Betriebsräte: Umgang mit Beschwerden von Arbeitnehmern

News von: Marc Hessling vom 28.02.2014

In der Betriebsratssprechstunde landen in der Regel viele Kolleginnen und Kollegen, die dort dem Betriebsrat stundenlang ihr Herz ausschütten, um dann das meist mehrstündige Gespräch mit der Bemerkung zu „krönen“: „Aber ich hab‘ nichts gesagt…“. Meist geht es bei diesen Gesprächen um Mobbing, oder was die/der Kollege/in dafür hält. Dann fragt man sich als Betriebsrat meistens, wie man da weiterhelfen kann: In der Regel gar nicht!

Das Problem in diesen Fällen ist, wenn der Betriebsrat dort versucht etwas zu unternehmen, dass einem auch der Beschwerdeführer in den Rücken fällt und plötzlich von keinerlei Problemen mehr weis. Der Betriebsrat wird dann von dem Arbeitgeber nur noch ziemlich mitleidig oder schadenfreudig angesehen…

Um solche unangenehmen Situationen zu vermeiden, sollten Sie von solchen Beschwerden immer ein Protokoll anfertigen, welches Sie den Beschwerdeführer unterschreiben lassen. Oder veranlassen Sie den Beschwerdeführer gleich, eine schriftliche Beschwerde einzureichen. Wenn der Beschwerdeführer dazu nicht bereit und in der Lage ist, werden Sie ihm auch nicht wirklich helfen können, denn er wird – wenn er unter Druck gesetzt wird – sich an nur mündliche Aussagen Ihnen gegenüber im Zweifel nicht „erinnern“ können…Dann können Sie ihm aber auch nicht helfen. Aber so vermeiden Sie, am Ende noch vom Arbeitgeber „vorgeführt“ zu werden.

Themengebiet: Betriebsverfassungsrecht

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