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Einigung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes
News von: Marc Hessling vom 31.03.2008
Die Tarifvertragsparteien haben sich am 31.03.2008 auf einen neuen Tarifvertrag für die Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und kommunalen Arbeitgebern geeinigt. Danach erhalten die Tarifbeschäftigten in den nächsten zwei Jahren eine Entgelterhöhung in Höhe von insgesamt knapp acht Prozent. Für Kommunalangestellte in Westdeutschland steigt die Arbeitszeit von 38,5 auf 39 Stunden. In Ostdeutschland bleibt es bei der 40-Stunden-Woche. Die Tarifeinigung im Einzelnen:
Entgelterhöhung: Ab dem 01.01.2008 steigen die Entgelte der Tarifbeschäftigten um einen Sockelbetrag von 50 Euro und zusätzliche 3,1 Prozent. Für Tarifbeschäftigte der Kommunen in Ostdeutschland gilt die Lohnanhebung allerdings erst ab dem 01.04.2008. Im Januar 2009 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 225 Euro. Daneben steigen die Entgelte ab dem 01.01.2009 um weitere 2,8 Prozent.
Anpassung der Ost-Gehälter an das Westniveau: Für die oberen Entgeltgruppen im Tarifgebiet Ost wird die Anpassung der Entgelte an das Westniveau vom 01.01.2010 auf den 01.01.2008 beziehungsweise 01.04.2008 vorgezogen, die unteren Entgeltgruppen haben dies bereits seit Anfang des Jahres.
Erhöhung der Ausbildungsentgelte: Die Ausbildungsentgelte steigen rückwirkend zum 01.01.2008 um 70 Euro monatlich.
Arbeitszeiterhöhung: Für die Beschäftigten bei Kommunen im Tarifgebiet West wird die Arbeitszeit grundsätzlich von 38,5 auf 39 Wochenstunden angehoben. Im Tarifgebiet Ost bleibt es bei der 40-Stunden-Woche.
Sonderregelung für Krankenhäuser: Bei den Tarifbeschäftigten in Krankenhäusern erhöhen sich die Tabellenentgelte ab dem 01.01.2008 (im Tarifgebiet Ost: ab dem 01.04.2008) um 50 Euro sowie anschließend um 1,6 Prozent und ab dem 01.01.2009 um weitere 4,3 Prozent.
Laufzeit: Der Tarifvertrag hat eine Mindestlaufzeit bis zum 31.12.2009.
Themengebiet: Arbeitsrecht, allgemein