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Das Thema für Betriebsräte: Bring your own device (BYOD) - ein neuer Trend aus den USA

News von: Marc Hessling vom 28.02.2014

Eine neuer Trend schwappt gerade über den großen Teich direkt in unsere Betriebe: „Bring your own device“ (BYOD). Das soll bedeuten, dass Arbeitnehmer, die dienstlich auf ein Mobiltelefon angewiesen sind, insbesondere auch auf ein internetfähiges Smartphone, dieses nicht länger von ihrem Arbeitgeber gestellt bekommen. Vielmehr sollen sie ihr eigenes privates Smartphone auch dienstlich nutzen.

Die Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegen auf den ersten Blick auf der Hand:

·         Als Arbeitgeber spart man die Anschaffung teurer und schnell veraltender Hardware; man muss allenfalls sich an den Anschaffungskosten angemessen beteiligen, allerdings die Anschaffung selbst vollzieht der Arbeitnehmer, was den Arbeitsaufwand für die Arbeitgeberseite klein hält.

·         Als Arbeitnehmer kann man mit einem stylischen Smartphone der neuesten Generation arbeiten und hat den Bedienkomfort, den man auch privat gewohnt ist. Gleichzeitig muss man nicht mehr mehrere Geräte mit sich herum schleppen, sondern kann bequem private und dienstliche Angelegenheiten im wahrsten Sinne des Wortes „aus einer Hand“ erledigen.

Schöne neue Medienwelt! Alles hat allerdings auch eine Kehrseite: Auf den zweiten Blick merkt man dann allerdings schnell, dass alles was Vorteile hat, meist auch mit Nachteilen verbunden ist:

·         Aus Arbeitgebersicht stellt sich das Problem der Datensicherheit der sensiblen Firmendaten, die nun auf einem privaten Endgerät zugänglich sind. Hinzu kommen Probleme des Datenschutzes, des Urheberrechte und Lizenzrechts hinsichtlich eingesetzter Softwareprodukte.

·         Aus Arbeitnehmersicht droht die ständige Erreichbarkeit zu jeder Zeit und an jedem Ort, was zu Arbeitsüberlastung und Burn-Out führen kann.

In dem Beitrag mit Musterbetriebsvereinbarung zum Thema „BYOD“ in dem Werk "Kommentierte Betriebsvereinbarungen" können Sie im Detail nachlesen, welche Vor- und Nachteile „BYOD“ im Einzelnen hat und wie die Vorteile bei – weitgehender – Vermeidung der Nachteile genutzt werden können. Ohne eine gute Regelung durch einzelarbeitsvertragliche Vereinbarungen und / oder Betriebsvereinbarungen hierzu sollte man jedenfalls das Abenteuer „BYOD“ im allseitigen Interesse nicht wagen. In dieser Nachlieferung finden Sie alles, was Sie dazu wissen müssen, um eine solche Betriebsvereinbarung auch in Ihrem Betrieb zu installieren.

Allerdings gilt: Betriebsvereinbarungen können viel, aber auch nicht alles. So werden Sie feststellen, dass man letztlich nicht alle Nachteile durch eine Betriebsvereinbarung in den Griff bekommen kann. Wenn man aber damit im Hinblick auf die Vorteile leben kann, ist BYOD durchaus eine interessante Sache, insbesondere für technik-affine Arbeitnehmer, die Wert auf das ständig aktuelle Equipment legen.

Themengebiet: Betriebsverfassungsrecht

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