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BAG Die CGZP war nie tariffähig!

News von: Marc Hessling vom 22.05.2012

Die am 11. Dezember 2002 gegründete Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) war nie tariffähig.

Nach dem Beschluss des Ersten Senats des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Dezember 2010 (- 1 ABR 19/10 -) ist sie keine Spitzenorganisation, die in eigenem Namen Tarifverträge abschließen kann. Die zeitlichen Wirkungen des Senatsbeschlusses betrafen die im Entscheidungszeitpunkt geltende Satzung der CGZP und waren daher auf den Zeitraum ab dem 8. Oktober 2009 beschränkt.

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat durch Beschluss vom 9. Januar 2012 (- 24 TaBV 1285/11 ua. -) die fehlende Tariffähigkeit der CGZP auch im zeitlichen Geltungsbereich ihrer früheren Satzungen vom 11. Dezember 2002 und vom 5. Dezember 2005 festgestellt. Die hiergegen gerichtete Nichtzulassungsbeschwerde hat der Erste Senat mit Beschluss vom 22. Mai 2012 (- 1 ABN 27/12 -) zurückgewiesen. In zwei weiteren Entscheidungen vom 23. Mai 2012 hat der Senat entschieden, dass durch seinen Beschluss vom 14. Dezember 2010 und die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 9. Januar 2012 die fehlende Tariffähigkeit der CGZP seit ihrer Gründung rechtskräftig festgestellt ist.

Die bei den Arbeits- und Sozialgerichten anhängigen Verfahren, in denen sich die Tariffähigkeit der CGZP als entscheidungserhebliche Vorfrage stellt, können damit ohne die erneute Einleitung eines Beschlussverfahrens nach § 97 ArbGG fortgeführt werden.

 

 

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 22. Mai 2012 - 1 ABN 27/12 -
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 9. Januar 2012 - 24 TaBV 1285/11 ua. -

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 23. Mai 2012 - 1 AZB 58/11 -
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Hamm, Beschluss vom 28. September 2011 - 1 Ta 500/11 -

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 23. Mai 2012 - 1 AZB 67/11 -
Vorinstanz: Hessisches Landesarbeitsgericht, Beschluss vom 8. November 2011 - 9 Ta 271/11 -



Quelle: Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichts 39/12

Themengebiet: Arbeitsrecht, allgemein

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