Home

News

BAG: Befristete Arbeitsverträge mit wissenschaftlichem Personal

News von: Marc Hessling vom 02.09.2009

Nach § 57b Abs. 1 Satz 2 HRG in der bis 17. April 2007 geltenden Fassung (jetzt: § 2 Abs. 1 Satz 2 WissZeitVG) ist die Befristung von Arbeitsverträgen mit wissenschaftlichem Personal an Hochschulen nach abgeschlossener Promotion bis zu einer Dauer von sechs Jahren, im Bereich der Medizin bis zu einer Dauer von neun Jahren zulässig. Die längere Befristungsmöglichkeit im Bereich der Medizin beruht auf der zeitlichen Inanspruchnahme durch die Facharztausbildung. Sie gilt daher nur für wissenschaftliches Personal der medizinischen Fachrichtungen, nicht für Wissenschaftler anderer Fachbereiche. Dies hat der Siebte Senat des Bundesarbeitsgerichts entschieden.

Die gegen die Befristung zum 31. Dezember 2007 gerichtete Klage hatte in allen drei Instanzen Erfolg. Mit dem Kläger als Diplom-Biologen konnten nach § 57b Abs. 1 Satz 2 HRG befristete Arbeitsverträge nur bis zur Gesamtdauer von sechs Jahren abgeschlossen werden. Dieser Zeitrahmen ist überschritten.

 

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 2. September 2009 - 7 AZR 291/08 -
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Niedersachsen, Urteil vom 11. Februar 2008 - 8 Sa 1368/07 -

Quelle: Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichts 88/09

Themengebiet: Kündigung / Befristung

Diese Seite: Nach oben | Drucken | Per Email versenden