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Monatsgespräch mit Arbeitgeber: Vier Augen Prinzip bei Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite

Kennen Sie das? Da haben Sie als Betriebsratsvorsitzender mit dem Chef verhandelt und hinterher behauptet der Chef sonst was, was Sie ihm zugesagt haben sollen: unter anderem Die Zustimmung zu den Überstunden in der Produktion und die Einstellung von Leiharbeitern…

Um das zu verhindern, sollten Sie sich zur Gewohnheit machen, Gespräche mit der Arbeitgeberseite ausschließlich in Begleitung mindestens eines weiteren Betriebsratsmitglieds zu führen. Sollte der Arbeitgeber unbedingt auf ein „Vier-Augen-Gespräch“ zwischen ihm und dem Betriebsratsvorsitzenden bestehen, lehnen Sie das Gespräch einfach ab.

Sie sollten das Vier-Augen-Prinzip bei Gesprächen mit der Arbeitgeberseite in einer Geschäftsordnung des Betriebsrats verankern. Dort könnte es etwa heißen: „An Gesprächen mit der Arbeitgeberseite nehmen auf Seiten des Betriebsrats immer mindestens zwei Betriebsratsmitglieder teil. Ist dies nicht gewährleistet, ist das Gespräch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.“

So ist sichergestellt, dass Ihnen die Arbeitgeberseite nicht so ohne weiteres irgendetwas in den Mund schieben kann, was Sie hinterher in einen unnötigen Rechtfertigungs- und Erklärungsdruck bringt.

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